Innovative Kletterhalle in Offenburg geplant
Veröffentlicht am Dezember 16, 2009
Der Deutsche Alpenverein (DAV) hat angekündigt, in Offenburg eine zweite Kletterhalle zu errichten. Die erste Kletterhalle in der Sportstadt wurde bereits vor zehn Jahren gebaut und wird dem zunehmenden Ansturm der Klettersportler nicht mehr gerecht. Die neue Halle wurde nun vom DAV-Sektionsvorsitzenden Offenburg, Dieter Straedel, und vom Offenburger Bürgermeister Jopen Christoph vorgestellt.
Der Bürgermeister wies darauf hin, dass der Klettersport nach wie vor „in“ sei und die Kletterhallen boomten. Die neue Halle würde eine überregionale Ausstrahlung aufweisen. Die Stadt könne den Deutschen Alpenverein zwar finanziell nicht unterstützen, da sie sich bereits am Bau der bestehenden Kletterhalle beteiligt habe, aber man habe dem Verein ein gutes Angebot beim zentral gelegenen Grundstück für den Hallenbau gemacht. Die neue Halle würde direkt gegenüber der bestehenden Kletterhalle errichtet, die als Trainingshalle bei Wettkämpfen oder auch für geschlossene Gruppen eine wichtige Funktion für den Sport behält.
Dass der Bau der neuen Kletterhalle einen großen Kraftakt darstellt, ist auch dem DAV-Sektionsvorsitzenden bewusst. Die 16m hohe Sporthalle, das höchste Sportgebäude der Stadt, weist eine Fläche von 515qm auf und schließt 1000qm Kletterwand für den Indoor-Bereich und weitere 300qm für die Außenwände auf. Bei Wettkämpfen sollen bis zu 450 Zuschauer die Sportler beobachten und feiern können. Jahreskarten für die Offenburger Kletterhalle für DAV-Mitglieder werden in einer Preisspanne zwischen 250 und 300€ erhältlich sein.
Straedel wies darauf hin, dass auch von den Mitglieder eine Eigenleistung bei der Errichtung der Halle gefordert wird. Dass sich genügend Mitglieder bereit finden, steht für ihn außer Frage. Die bestehende Kletterhalle hatte in den vergangenen zehn Jahren einen enormen Zulauf erfahren und die Nachfrage reißt trotz der Finanzkrise und den finanziell schwächer gestellten privaten Haushalten nicht ab. Die Mitgliederzahl des Offenburger Alpenvereins nimmt jährlich um 4–5% zu. Kein anderer Vereine könne solche Zuwachsraten verzeichnen. Eine andere Entwicklung komme laut Staedel für den Alpenverein aber auch nicht in Frage. Immerhin betreibe der DAV über 200 Kletterhallen, die regelmäßig von 300.000 Klettersportlern als Trainingsstätte genutzt würden. Das vom DAV zur Verfügung gestellte Kletter- und Trainingsangebot sei für die positive Mitgliederentwicklung des Vereins mit verantwortlich.
Der Bauingenieur der Halle, die innerhalb der kommenden acht Monate fertig gestellt werden soll, Wilfried Koger, wies stolz darauf hin, dass der Bau der Kletterhalle 230 Kubikmeter Holz, zehn Tonnen Stahl, 1500qm Glaswolle, 4000qm Platten für die Verkleidung sowie 2000 Schrauben und 50.000 Nägel verschlinge. Ein Bau für die Ewigkeit, so sein Fazit.
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